BildBild 2Bild 3Bild 4Bild 5

Wun Hop Kuen Do - Kung Fu Berlin

Pankow/Prenzlauer Berg/Weißensee

Wun Hop Kuen Do Family Seminar in Hamburg


Ein Bericht vom Wun Hop Kuen Do Family Seminar in Hamburg 2007

Am 3. und 4. November 2007 haben wir, 10 Wun Hop Kuen Do Kämpfer aus Berlin, geplant, ein langes Wochenende mit Kampfsport und Selbstverteidigung zu verbringen. Am 3. wollten wir zum Seminar nach Hamburg und am 4. zum Turnier nach Buxtehude (Hier geht es zum Turnier-Bericht, hier zu den Turnier-Fotos). Dabei waren: Gwynedd M., Katrin T., Andre D., Jan H., Jan K., Katharina B., Robert N., Helena V., Thomas K. und Sihing Renaldo.

Es sollte ein ereignisreiches Wochenende werden, an dem wir viel lernen wollten. Nun zum Family Seminar, das unter dem Motto Techniken bzw. Selbstverteidigung stand. Nachdem wir am frühen Vormittag mit einem Kleinbus in Berlin losgefahren sind, kamen wir rechtzeitig zum Seminar in Hamburg an, welcher um 13 Uhr beginnen sollte. Nach einer gemeinsamen Begrüßung wurden wir in Gruppen aufgeteilt - Anfänger, Mittelstufe und Fortgeschrittene.

Erfahrungsbericht aus der Mittelstufe von Thomas Körner: "Nach erfolgter Aufteilung der Gruppen konnte der aktive Teil des Lehrgangs auch schon beginnen. Helena und ich durften in der Gruppe der Grün- bis Braungurte unsere Geschicklichkeit und unseren Lerneifer unter Beweis stellen. Zunächst starteten wir mit Sifu Winfried, der uns Selbstverteidigungstechniken für den Straßenkampf zeigte. Mit gezieltem Einsatz von Ellenbogen, Faust- und Handkantentechniken sowie gut sitzenden Kopfhebeln lernten wir Angriffen effektiv zu begegnen und Angreifer zu kontrollieren. Nachdem wir schon gut ins Schwitzen gekommen waren, ging es zu Sifu Gabi. Dort erhielten wir nach zahlreichen Variationen der 3-Sterne-Übung weitere Einblicke in die Grundlagen der "klebenden Hände".

Mit zahlreichen Abwandlungen bereiteten wir uns so auf den Infight vor. Den krönenden Abschluss des Lehrgangs bildete die Unterrichtseinheit bei Sifu Christian, der uns mit seiner Schnelligkeit und Präzision beeindruckte. Hier erhielten wir neben zahlreichen Anekdoten Unterricht im Gebrauch der Beine als "dritte Hand". Verschiedene Positionen des Bodenkampfes sowie das Klammern und Klinschen im Infight rundeten diesen dritten Teil des Seminars ab.
Neben dem Kung Fu hatten wir Gelegenheit, auch unsere Kontakte von früheren Lehrgängen und Turnieren zu pflegen, sodass der Spaßfaktor und der soziale Aspekt ebenfalls nicht zu kurz kamen. Ich kann nur jedem Kung Fu Schüler empfehlen diese Art von Lehrgängen zu nutzen. Durch Gespräche und gemeinsame Übungen mit anderen Schülern habt Ihr die einmalige Gelegenheit Kontakte aufzubauen und so Turniere und Veranstaltungen des WUN HOP KUEN DO interessant und spaßig zu gestalten." Ein Bericht vom Wun Hop Kuen Do Family Seminar in Hamburg 2007

Aus der Anfängergruppe Berichtet Jan Hasselmann: "In der ersten Trainingseinheit hatten wir das Vergnügen bei Sifu Michael Eskrima zu machen. Nach einigen Aufwärm- und Schlagübungen haben wir dann sehr interessante Partnerübungen gemacht, die uns sehr gefordert haben.

Bei der Übung wurde sehr viel Wert auf einen fließenden Wechsel gelegt. Danach haben wir noch Entwaffnungstechniken geübt und verbessert. Die zweite Trainingseinheit hatten wir bei Sifu Martin und Sifu Frank. Sifu Martin hat mit uns Schlag- und Konterübungen gemacht, die sehr lehrreich waren. Bei den Partnerübungen haben wir intensiv ausweichen gegen Schläge und Konter geübt. Hier wurde sehr viel Wert darauf gelegt, dass wir selber richtig stehen und dass wir zum Gegner richtig stehen.

Im Anschluss haben wir denn noch sehr effektive Ellenbogentechniken gemacht. Bei Sifu Frank haben wir sehr intensiv die 3-Sterne-Übung in sehr vielen verschiedenen Variationen geübt, wobei sämtliche Tritte und Schläge zum Einsatz kamen. In der dritten Einheit haben wir bei Sifu Holger und Sifu Maik unterricht in Tai-Chi bekommen. Viele von den Anfängern haben zuvor noch nie etwas von Tai-Chi gehört und schon gar nicht gemacht. Diese Einheit war sehr interessant, haben wir doch intensiv unser Gleichgewicht und unsere Standfestigkeit trainiert. In Partnerübungen haben wir eingehend wichtige Basisübungen des Tai-Chi gelernt. Zudem haben wir noch einiges über das Tai-Chi an sich gelernt, was sehr interessant und lehrreich war."

Und nun zur Gruppe der Fortgeschrittenen. Wir Schwarzgurte hatten das Vergnügen bei Sifu Hubert an unserer Basis zu arbeiten. Es stellte sich wie immer heraus, dass man nie genug an der Basis arbeiten kann. Wir fingen damit an, wie man richtig zum Gegner steht und wie man die Kraft und Energie eines Schlags richtig einsetzt. Wir haben mit einem Stand und ein paar Schlägen sehr viele Übungen gemacht, die sehr lehrreich waren. Man konnte eindeutig sehen, wie vielseitig und kreativ das WUN HOP KUEN DO ist. Mit für den Anfänger sehr einfachen Techniken wie z. B. Tigerstand, gerader Schlag oder Rundschlag haben wir ca. 1 Stunde lang sehr intensive Übungen gemacht, bei denen wir sehr viel gelernt haben.

Auch konnten wir unseren Wissensstand enorm erweitern, was die Ausführung, Anwendung und Umsetzung des Vorgenannten angeht. Wieder einmal konnten wir sehen, wie wichtig es ist die so genannten "einfachen Techniken" immer wieder zu üben - das ist Kung Fu. Im Anschluss daran hatten wir sehr guten, anstrengenden und sehr langen Unterricht bei Sifu Emanuel in Capoeira.Ein Bericht vom Wun Hop Kuen Do Family Seminar in Hamburg 2007 "Grundlegend wichtig im Capoeira ist, dass es mit Musik und dem dazugehörigem Rhythmus praktiziert wird. Es ist mit bzw. durch die Musik erst entstanden." erklärte uns Sifu Emanuel.

Einige von uns hatten schon Mal Capoeira gemacht, so dass uns einige Basisschritte und Kombinationen nicht fremd waren. Zudem ist Capoeira ja auch eine Kampfkunst und beinhaltet viele Techniken, die wir aus dem Kung Fu kennen. Nach einigen Basis- und Aufwärmübungen ging es dann gleich ans Eingemachte.

Wir haben viele verschiedene Partnerübungen gemacht und, weil wir so viele waren, in mehreren Bahnen verschiedene Abläufe aus dem Capoeira geübt. Da das sehr viel Spaß gemacht hat und die anderen beiden Gruppen schon Pause gemacht haben, hat Sifu Emanuel mit uns weitertrainiert. Die anderen, und vor allem die Schüler der Schwarzgurte die dabei waren, konnten uns bzw. die eigenen Lehrer beim Trainieren zuschauen, was für viele ziemlich neu und sehr interessant war - sehen viele ihre Lehrer doch sonst nur im Unterricht in Aktion.

Am Ende haben wir dann im Kreis gekämpft - wie im Capoeira üblich mit der dazugehörigen rhythmischen Musik, rasenden Beifall und toller Stimmung. Es war ein sehr gutes Seminar, auf dem wir sehr viel gelernt haben. An dieser Stelle noch Mal vielen Dank an die Sifus der ersten und zweiten Generation.

Sihing Renaldo

| Zu den Lehrgang-Fotos | Zum Turnier-Bericht | Zu den Turnier-Fotos |



  • © Wun Hop Kuen Do - Kung Fu Berlin |
  • Sitemap |