Er wurde am 12.02.54 in Hamburg geboren. Nach einer sportlichen Schullaufbahn, die 1970 endete, begann Sigung Michael eine Lehre als Fernmeldetechniker, die er 1973 mit Erfolg abschloss.
November 1973 war der Beginn seines Kampfkunststudiums. Die erste Begegnung mit Professor Al Dacascos fand 1975 in der Berliner Deutschlandhalle statt. Dieses zweitägige Budo-Großereignis war der Beginn des Kung Fu in Deutschland. Organisiert von Herbert Kranz und Georg F. Brückner, dem späteren Präsidenten der WAKO-Germany.
Als Professor Al Dacascos begann, im Nippon Kung Fu zu unterrichten, wurde Sigung Michael einer der ersten Schüler des WUN HOP KUEN DO in Deutschland und beendete ohne Reue seine Karatelaufbahn. In den folgenden Jahren intensivierte sich sein Training sehr stark. Die Reise 1978 in die USA war ein weiterer Schritt in Sigung Michaels Entwicklung. Am 15.07.79 erfolgte seine sechsstündige Prüfung (die schwerste seines Lebens) zum 1. Meistergrad im WHKD als einer der ersten Schüler in Europa.
1980 folgte eine weitere Reise in die Staaten. Der Kontakt mit dem Pekinger Wu Shu-Team und den berühmtesten Kampfkunstlehrern der Vereinigten Staaten, (Brendan Lai, Y.C. Wong, Leonard Endrizzi, Eric Lee, Roger Tung, Kuo Lien Ying, Bucksam Kong, Wong Jack Man, Bill Wallace, Jeff Smith, Howard Jackson, Alex Kwok usw.) vergrößerten seine Erfahrungen und Erkenntnisse genauso, wie das zweijährige, intensive Studium eines inneren Stiles (1981-1983).
Außerdem ist Sigung Michael seit 1978 ein Schüler von Sifu Bill Owens aus Oakland/ Kalifornien im Eskrima-Stockkampf. 1982/83 wurde der Traum einer eigenen Kung Fu Academy Wirklichkeit. Am 19.01.85 wurde er zum Sifu (Lehrer/Vater) ernannt, dieses geschah mit der Prüfung zum 2. Meistergrad.
Im Dezember 1986 dann die erste Reise nach Hongkong in die Wiege des Kung Fu. Sie wurde ein Riesenerfolg; Sigung Michael wurde Mitglied der International Hong Kong Martial Arts Assoziation und hatte zur besten Sendezeit einen großen Fernsehauftritt im Asia TV (Hong Kong). Sigung Michael studierte bei Wu Mei Ling und ihrem Bruder Wu Runjin in Kanton und Hainan, Wu Shu-Kung Fu.
Die Reisen im Sinne der Kampfkunst gingen weiter. Im Juni 1990 ging es mit Schülern wieder nach Amerika und im darauf folgendem Dezember nach Bangkok, Hongkong, China und Taiwan. Sommer 1991 und 1993 zum KAJUKENBO-Treffen in die USA. 1994 folgte ein weiterer Thailand-Aufenthalt. Sigung Michael ist immer noch aktiver Kämpfer, einschließlich Formen und Waffendarbietungen.
Er hat in den über 25 Jahren seiner Kampfkunstlaufbahn weit über 250 Pokale und Auszeichnungen erlangt. Am 28. Mai 1992 wurde Sigung Michael zum 3. Meistergrad ernannt und am 6. Mai 1995 zum 4. Meistergrad. Die Leistungen seiner Schüler spiegeln sich in diesen Ergebnissen wider. Den Schülern gilt seine Aufmerksamkeit, denn ohne sie gibt es keine Lehrer.
Am 16. Juni 2001 wurde Sigung Michael von Sigung Al Dacascos der 5. Meistergrad verliehen. Dies geschah öffentlich, anlässlich der 21. Dacascos Open Championchips in Hamburg. Sigung Michael hat bis zum Jahre 2006 27 Schwarzgurte in seinem Stammbaum, von denen 3 Schulen und 10 Gruppen aufgebaut wurden.