Am 19. September 2009 stand für die Berliner WHKD’ler und andere Kampfkunstinteressenten der Huo Yuan Jia Cup in Bernau auf dem Programm. Trotz eines Turnieres nicht um halb 6 aufstehen zu müssen, war ein ungewohnter Luxus.
Treffpunkt war der S-Bahnhof Bornholmer Straße, denn es ging nicht wie so oft im Mietwagen, sondern mit der S-Bahn zum Wettkampf. Relativ pünktlich waren alle da.
Sihing Renaldo, Thomas, André, Helena, Aurelia, Birol, Phillip und Adrian als Teilnehmer und zum Anfeuern und für die moralische Unterstützung Jule, Björn, Andy, Norman und viele außerschulische.
In Bernau angekommen hieß es auf den Bus warten, der erstmal eine Tour durch den Ort drehte, ohne unsere Richtung anzufahren. Endlich am Ziel angekommen erwartete uns eine schicke neue Sporthalle und zu meiner Begeisterung mehr Kampfsportler, als ich in Bernau erwartet hatte.
Schnell wurden die üblichen Formalitäten erledigt und es ging nach dem Umziehen in die Halle. Plätze suchen und auf den Start der Veranstaltung warten. Das Turnier wurde mit einer biografischen Erläuterung zur Person Huo Yuan Jia begonnen, nach dessen System die Sportler des Bernauer Vereins trainieren. Es folgte eine kurze Vorstellung der angereisten Kampfsportschulen.
Zwar begannen jetzt die Formenläufe, für uns hieß es jedoch zunächst Sitzfleisch trainieren, denn es begannen ausschließlich die Kinder.
Es gab bei den Kleinen schon erstaunliche Leistungen und schöne Formen zu bewundern, doch nach zwei Stunden stellte sich bei den Großen eine gewisse Unruhe ein.
Viele Formen, der Siegerehrung der Kinder und gefühlten 1000-mal „We are the Champions“ und „Theme from Rocky“ später ging es weiter. Der Erste, der loslegen durfte, war Phillip in der jugendlichen Kategorie. Seine kraftvoll vorgeführte Limpo brachte ihm auch prompt einen 2. Platz gegen starke Konkurrenten ein. Nach den Jugendlichen hieß es endlich, dass die Erwachsenen, und damit auch ich, dran waren. Warm machen, locker bleiben und trotzdem volle Konzentration, das war mein Plan.
Trotz Aufregung schaffte ich es meine Internationale WHKD-Form ohne Aussetzer zu präsentieren. Auch unsere Farbgurte zeigten starke Formen. Dann hieß es auf die Ergebnisse warten. Fast alle unsere Starter schafften es mit ihren Leistungen aufs Treppchen. Viele schöne Pokale für den Flur in unserer Kung Fu Schule in Berlin. Entgegen allen meinen Erwartungen wurde auch meine Form mit einem 2. Platz belohnt. Das viele Üben der Form in den vorigen Wochen hatte sich gelohnt.

Das Turnier in Bernau hätte von der Organisation durchaus besser sein können und viele von uns hätten die Wertungen der Schiedsrichter als noch objektiver akzeptiert, hätten diese nicht oft ihre eigenen Schüler bewertet.
Da das Turnier in Bernau jedoch erst zum zweiten Mal stattfand, kann man hoffen, dass die Veranstalter im nächsten Jahr noch einiges besser machen werden.
Trotz der Kritik gefiel mir die Atmosphäre des Huo Juan Jia Cups sehr gut und ich denke auch dieses kleinere Turnier hat uns geholfen weitere Erfahrungen auf unserem Weg zu sammeln. Besonders danken möchte ich an dieser Stelle André und Helena, die mir vor dem Turnier außerhalb des Trainings sehr bei der Verbesserung meiner Form geholfen haben. Danke.
Adrian Bahr
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